„Bewusstseinsschärfung für unser Ökosystem enorm wichtig“

Veröffentlicht am 07.08.2019 in MdB und MdL

Halver. Nezahat Baradari, heimische SPD-Bundestagsabgeordnete, besuchte jetzt im Rahmen einer Bereisung der LEADER-Region „Oben an der Volme“ zwei Projektstandorte in Halver. Begleitet wurde Baradari von LEADER-Regionalmanagerin Friederike Schriever, mit der sich Baradari zuvor bereits zu einem Informationsaustausch über das LEADER-Programm getroffen hatte. LEADER ist ein Programm der Europäischen Union (EU), das der Entwicklung des ländlichen Raumes in ganz Europa dienen soll.

 

Erste Station war der Bienenlehrpfad des Imkervereins Halver-Schmidthausen 1890 e.V., der rund um die ‚Waldfrieden‘-Hausgemeinschaften gelegen ist. Empfangen wurde die Bundestagsabgeordnete dort von Margot Ihne und Herbert Müller vom Trägerverein, von Monika Ebbinghaus, Projektinitiatorin und stellvertretende Bürgermeisterin von Halver, sowie

von Matthias Lauermann, stellvertretender Einrichtungsleiter der ‚Waldfrieden‘- Hausgemeinschaften.

Der Bienenlehrpfad dient als außerschulischer Lernort der Bewusstseinsschärfung von Kindern und Jugendlichen für die Natur. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Seniorenquartier wird das Umfeld der Bewohner*innen zudem mit Leben gefüllt. Der Bienenlehrpfad hat erst im Mai die Förderzusage erhalten und ist daher noch nicht ganz fertiggestellt. Dennoch konnte sich Nezahat Baradari (MdB) vor Ort anhand von Schautafeln bereits ausführlich über die Honigbiene informieren. Zugleich konnte sie zahlreiche Bienenhotels bewundern, die eine Schulklasse erst wenige Tage zuvor gebaut hatte, und sich so auch ein Bild von der pädagogischen Arbeit des Trägervereins machen. Im Rahmen des Gesprächs mit den Projektverantwortlichen ging es auch um die für Bienen gefährliche Varroamilbe und die Möglichkeiten ihrer Bekämpfung. Nezahat Baradari zeigte sich begeistert von Inhalt, Ziel und Umsetzung des Projekts. „Besonders in Zeiten von Klimawandel und Insektensterben ist es immens wichtig, gerade Kindern die Bedeutung der Biene für unser Ökosystem nahe zu bringen. Die Wahl des Projektstandorts besticht außerdem durch die Möglichkeit, Jung und Alt zusammen zu bringen“, hob die SPD-Bundestagsabgeordnete hervor.

Nächstes Besuchsziel war der Verein für Naturschutz und Kulturlandschaftspflege an der Heesfelder Mühle. Der Geschäftsführer des Vereins, Klaus Brunsmeier, Gabriele Brunsmeier und Teresa Schabo, eine der beiden Projektleiterinnen, stellten Nezahat Baradari den Verein und das LEADER-Projekt ‚Naturerlebnis Oben an der Volme‘ vor. Mit abwechslungsreichen Naturerlebnissen und Bildungsprojekten wie ‚Unterricht im Freien‘ oder ‚Apfelernte auf Streuobstwiesen‘ soll für Kinder, Jugendliche und Erwachsene der im heutigen Alltag oft fehlende Bezug zur Natur wiederhergestellt werden. „Dieses LEADER-Projekt ist als Vernetzungsprojekt zu verstehen, verknüpft es doch vereinseigene Angebote mit denen zahlreicher weiterer Vereine und Anbieter in der Region aus den Bereichen Umweltbildung und Naturerlebnis. Das gilt zum Beispiel für den Walderlebnispfad in Meinerzhagen“, erläuterte Teresa Schabo.

Auch Astrid Becker, Geschäftsführerin der Forstbetriebsgemeinschaft Halver, war bei dem Besuch an der Heesfelder Mühle zugegen. Somit waren neben dem LEADER-Projekt auch aktuelle umwelt- und agrarpolitische Probleme Gesprächsthema, wie zum Beispiel das Waldsterben. Insbesondere von absterbenden Fichtenbäumen durch die Borkenkäferplage konnte sich Nezahat Baradari (MdB) vor Ort ein Bild machen. Ferner kritisierte Klaus Brunsmeier, dass beim sogenannten ‚Dauergrünland‘ die jeweiligen Flächen – nach der entsprechenden EU-Verordnung, die die Förderung regelt – zu 50 Prozent mit Futtergras oder Grünfutterpflanzen bewachsen sein müssten, während Erfolge im Sinne des Naturschutzes hier als Verunkrautung und förderschädlich eingestuft würden.

„Ich nehme aus dieser Bereisung nicht nur tolle Eindrücke zweier für unsere Region wertvoller Projekte mit, sondern ich werde mich im Rahmen meiner Arbeit als Mitglied des Bundestagsausschusses für Angelegenheiten der EU sowie als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft mit den hier und heute angesprochenen akuten Problemen künftig verstärkt auseinandersetzen“, so das abschließende Fazit der SPD-Bundestagsabgeordneten Nezahat Baradari.

 

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