Wie sicher ist die Rente?

Veröffentlicht am 21.08.2017 in Veranstaltungen

Die soziale Absicherung des Alters war eine der größten Errungenschaften unseres Sozialstaats. Damit die Rente zukunftsfest wird und dieser Fortschritt nicht wieder verloren geht, hat die SPD sich vorgenommen, die Rentenversicherung zu stärken. Um über dieses Thema zu diskutieren hatte die SPD-Bundestagskandidatin Nezahat Baradari zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in den Bürgerverein Lenneteich nach Lüdenscheid eingeladen und führte die interessierten Teilnehmer durch den Abend.

„Um Altersarmut entgegen zu wirken und das Vertrauen von Jung und Alt in die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken, brauchen wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik.“ Nezahat Baradari stellte klar, dass es sich bei dem Rentenkonzept im Regierungsprogramm der SPD um Mindestanforderungen handelt, bei dem sicher noch Verbesserungen möglich seien: „Ein erster richtiger und wichtiger Schritt. Was wir jetzt brauchen, ist ein breiter und öffentlicher Dialog darüber, was uns eine armutsfeste und auskömmliche gesetzliche Rente, die breite Teile der Bevölkerung im Alter absichert, in der Zukunft wert ist.“ Gerade deshalb habe sie den Wunsch zur Diskussion.

Referenten des Abends waren der stellvertretende Landesvorsitzende der AG 60plus, Walter Cremer sowie die Autoren Holger Balodis und Dagmar Hühne, die als ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Altersvorsorge seit 25 Jahren u. a. für die ARG-Magazine plusminus, Ratgeber Recht und Monitor berichten und bereits mehrere Bücher zum Thema verfasst haben.

Als Vertreter der AG 60plus begrüßte Walter Cremer es besonders, dass die SPD im Gegensatz zur Union die Rente als Wahlkampfschwerpunkt ausgerufen hat. Cremer legte einen Schwerpunkt darauf, dass langjährige Versicherte und Versicherte, die wegen Kindererziehung oder der Pflege Angehöriger ihre Erwerbstätigkeit zeitweise reduziert haben, im Alter eine Rente oberhalb der Grundsicherung und dadurch keine Nachteile haben.
 
Holger Balodis und Dagmar Hühne erklärten, das Rentensystem sei stabil schlecht aufgestellt. Rund die Hälfte der heute Erwerbstätigen sei im Alter akut von Altersarmut bedroht. Doch sie prangerten nicht nur an, sondern sie unterbreiteten auch konstruktive Vorschläge zur Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung. Ihre Empfehlung ist das österreichische Modell, wo sich die Altersvorsorge auf die staatliche Versicherung konzentriert.

„Dort wurde nie der Fehler gemacht, Teile der Rente zu privatisieren. Dafür gibt es wesentlich bessere Renten. Nach einem langen Berufsleben bekommt dort ein männlicher Beschäftigter nahezu 1.000 Euro im Monat mehr als ein vergleichbarer Ruheständler in Deutschland.“  
Finanzlobbyisten und Wissenschaftlicher hätten die gesetzliche Rente demontiert, um das private Geschäft mit der Altersvorsorge anzukurbeln, zu Lasten der Rentner von morgen, erklärte Holger Balodis. Statt die Finanzwirtschaft zu subventionieren, muss sich Altersvorsorge auf den Kern konzentrieren: die gesetzliche Rente. Die ist sicher, krisenfest und preiswert. Und sie kann deutlich höher ausfallen, wenn endlich alle einzahlen – auch Politiker, Beamte und Topmanager, so sein Fazit.

Die Weichen müssten jetzt gestellt werden, um das Alter nicht zum Privatrisiko werden zu lassen. „Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass sie als langjährige Versicherte im Alter nicht auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sein werden“, sagte die Bundestagskandidatin Nezahat Baradari. „Ziel muss es sein, jedem Menschen im Alter ein Leben in Würde in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.“

 

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